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nature morte :

Unter dem Titel das nature morte subsumieren sich Arbeiten, die in den Jahren 1998-2000 entstanden sind. Vom Arrangement bis hin zum Objekt, dem objet trouve, versuchen sie den obsoleten Gedanken des Vanitas mit inhärenten Vorstellungen des Stillleven zu beseelen. Gegenstände, Paraphernalien, Dinge, die einfach da sind, präsentieren sich in ihrer rätselhaften, reglosen Dinghaftigkeit und versuchen sich greifbar, sichtbar und essbar darzustellen.
Wesentlicher Antrieb der Auseinandersetzung ist die Abstraktion. Die Objekte, meist Pflanzen und Nahrungsmittel, erhalten durch die Isolierung von ihrer natürlichen Umgebung eine Eigenständigkeit abseits ihrer vertrauten Zusammenhänge. Mittels der fotografischen Technik der Schichtung und Durchleuchtung ergibt sich eine neue Sichtweise auf die abgebildeten Dinge, deren Körperlichkeit hinterfragt wird. Die Reduktion auf wenige kompositorische Elemente entspringt dem Bedürfnis nach Ordnung.
nature morte 1, 2001, 50 x 65 cm