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systema naturae :

Die Fotografien zu systema naturae beschäftigen sich mit den drei primären ästhetischen Grundformen – Dreieck, Quadrat und Kreis - . Indem sie versuchen, die natürlichen Formen, Strukturen und Oberflächen von Nahrungs- und Lebensmitteln auf die primäre Grundformen der Wahrnehmung zu reduzieren, schärfen sie den Blick auf das Wesentliche, nicht zuletzt auf die Abstraktion. Die Formen selbst gleichen ihrem geometrischen Substitut und streben Eigenschaften an, die mit ihrer jeweiligen Form identisch sind. Feinste Unterschiede werden so gewahr.

Die Form ist eine Äußerung des inneren Gehalts. Sie bleibt nur in sofern abstrakt, als dass sie vom realen Gegenstand ausgehend auf mögliche Abstraktionen verweist. Die Arbeiten zu systema naturae changieren zwischen Materialität und Abstraktion. Inwieweit das Abstrakte oder das Materielle überwiegt bleibt der Entscheidung des Betrachters überlassen.
systema naturae 2, 1999, 100 x 140 cm