2019

schichtung (all colors will agree in the dark)

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Von der Grafik ausgehend thematisiert die Arbeit schichtung die physikalisch-chemischen Prozesse der analogen Fotografie unter Berücksichtigung der ästhetischen Parameter Materialität, Struktur, Farbe und Form. Nicht das Abgebildete, sondern Prozesse des Abbildens stehen im Vordergrund. schichtung konstituiert sich aus zwei Ebenen: Das fotografische Abbild eines Faltenwurfs, das als autonome Form- und Farbkomposition rudimentär sichtbar wird. Die sich aufdrängende Materialität des Bildträgers (Negativ- und Positivfilm), die sich durch unbeabsichtigte Gebrauchsspuren, durch altersbedingte Materialfehler und durch absichtlich herbeigeführte Beschädigungen der Filmemulsion – in Analogie zum druckgrafischen Prozess – in das Abgebildete einschreibt. Gerade die verletzten Oberflächen erhalten Bedeutung. Sie betonen die „opake Seite der Fotografie“, da sie mit der Transparenz des Abgebildeten konkurrieren. schichtung steht nicht nur sprachlich dem Begriff der „Vielschichtigkeit“ nahe, sondern zeigt, wie beide Seiten der Fotografie, die transparente und die opake, korrelieren.

schichtung
2019
#1-8
Einzelbilder 124 X 167 cm
analoger C-Print
gerahmt mit Schattenfuge

von diversen Dia- und Negativfilmen von 18 X 24 cm und 8 X 10 inch