2008

steinstücke

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Stoffliche und haptische Qualitäten, sowie die Oberfläche des Mediums Fotografie selbst, kennzeichnen die Arbeiten steinstücke. Ausgehend von dem Gedanken, dass die Fotografie als technisches Medium, Wirklichkeit perse abbildet, verursachen die Fotografien im Auge des Betrachters eine Skepsis an der realistischen Wiedergabe der Dinge, obwohl die Motive naturgetreue Wiedergaben von Wirklichkeit sind. Im Zentrum des Bildes stehen nicht die abgebildeten Gegenstände, sondern die Oberflächen, die zur Bildfläche werden.
Ein Zweifel an der körperlichen Präsenz der Objekte entsteht und löst somit die Identität zwischen Oberfläche und Körper auf.

Die Videoaufprojektion, die an zwei Motiven des 8-teiligen Bildtableaus ansetzen, versuchen die Oberflächenidentität zu Gunsten der Zeichnung weiter aufzuheben.

Steinstücke
2008
# 1-8
je 70 X 40 cm
anloger C- Print mit Schattenfuge gerahmt

Die Zeitbilder von 2009 versuchen die Grenzen zwischen dem stillen und dem bewegten Bild zu öffnen, mit der Idee, die medienimmanenten Eigenschaften der Fotografie zu hinterfragen und neue Grenzen auszuloten.
Mittels der Technik einer Videoaufprojektion greift die kontinuierliche Bildfolge in das stillgestellte Bild ein und verändert seinen überwiegend formgebenen, abstrakten Status. Neue Referenzsysteme und Assoziationsräume eröffnen sich und interpretieren das Bild neu.
steinstücke versucht der Fotografie als grafisches Aufzeichnungsmedium nachzugehen. Reziprok zu horizont wird im Bild selbst die Grenzlinie zwischen der konkreten, realistischen Darstellung der Objekte und einer möglichen Abstraktion geöffnet; mit der zeitlichen Veränderung des Bildes beginnt das Vexierspiel zwischen einer feinnuancierten, dokumentarischen Fotografie und einer malerisch-grafischen Ästhetik.

Ausstellungsansicht
#9
Städtische Galerie Schloss Borbeck, Essen, 2013

#10
digitaler C-Print mit Videoaufprojektion / Tafel 4